Namibia-Waisenkinder
Namibia-Waisenkinder

Januar bis März 2016

Im Süden Namibias lebt die verarmte Volksgruppe der Namas. An Gertrud Schmotz wurde bei ihrem letzten Aufenthalt die Bitte herangetragen ein Selbsthilfeprojekt in der Stadt
Keetmannshoop zu unterstützen. Sie konnte mit Spendengeldern helfen. Die Suppenküche, die an den Werktagen ca. 80-100 Waisen und andere bedürftige Kinder versorgt, wird seit Oktober 2015 mit Gemüse und Obst beliefert.


Außerdem wurde ein Schattendach gegen die brütende Hitze gebaut. Der Dezember und Januar sind die  heißesten Monate im Jahr, meistens liegen die Temperaturen über 40°. Zur Suppenküche gehört eine Nähstube. Drei ältere Frauen bringen Mädchen die den Schul-abschluss nicht schafften, das Nähen bei. Dafür wurde noch eine Nähmaschine angeschafft.


Eine Freundin von Gertrud Schmotz Erika von Wietersheim, eine erfahrene deutsche Namibianerin und freie Journalistin schreibt ihre Eindrücke über das Projekt.  

 

Liebe Gertrud,

Ich glaube, dass das  Projekt unterstützenswert ist, denn 

 

- Es ist ein Projekt, das ganz von den Menschen selbst in Keetmanshoop ausgegangen ist, von keiner NGO und auch nicht seitens der Regierung, sondern weil Menschen wie Susanna Kruger und ihr Mann die Not der Kinder und die Not der Alten gesehen haben. Weil die Initiative nicht von außen kam, ist es eben ein echtes eigenes Projekt mit „full ownership“, das heißt sie fühlen sich voll für das Projekt selbst verantwortlich und schauen nicht auf eine NGO oder einen Partner in Deutschland, der die Verantwortung (vor allem auch finanziell) übernimmt.

 

- Sie haben aus eigenen Mitteln und mit ihrer eigenen Arbeitskraft und Zeit das Projekt auf die Beine gestellt, haben dabei aber wohl die Unterstützung ihrer Kirche, die ihnen die Küche und auch sonstige Räumlichkeiten und ihren Hof zur Verfügung stellt. Ich finde es immer gut, wenn nicht nur Individuen ein Projekt leiten, sondern wenn sie sich an eine Struktur anlehnen, die die Nachhaltigkeit eher garantiert.

 

- Wir haben Susanna Krüger und ihr Projekt unangemeldet besucht und fanden ein gut organisiertes lebendiges Projekt vor. Von diesem Besuch an hat Susanna die Kommunikation aufrecht erhalten, uns Fotos geschickt, aber nicht ein einziges Mal gebettelt. Seit wir in Kontakt wegen möglicher Unterstützung sind, hat sie jede Mail sofort beantwortet und jede Information, die wir brauchten, sofort geschickt. Das allein ist schon sehr viel wert.

 

Liebe Grüße

Erika

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