Namibia-Waisenkinder
Namibia-Waisenkinder

Projekt Gebetshaus

Für die Gemeinde Ombujomumbonde in der Nähe von Okakarara  entstand 2013 mit unserer finanziellen Hilfe ein für alle offenes Gebetshaus. U.a. wird es auch als Treffpunkt für kommunale Meetings genutzt. Die Mehrheit der Christen am Ort gehören zu den großen Kirchen, nämlich der lutherischen und römisch-katholischen Kirche, sowie der Oruuano Kirche und der Kirche des Heiligen Fire (Okuruuo).

 

Pastoren lasen bis dahin jeden Sonntag aus der  Bibel  unter einem großen Baum - allerdings nur bei schönem Wetter.

Viele Mitglieder der Gemeinde bauten aus eigener Kraft ein kleines Gebetshaus. Mit dieser Aktion versucht man, auch den Jugendlichen des Ortes Sinn und Werte zu vermitteln. Man sieht hier mit Sorge, wie die jungen Menschen durch Viehdiebstahl, Alkoholismus und Drogenmissbrauch auffallen. Es wäre schön, sie mit kirchlicher Gruppenarbeit in sinnvoller Weise zu Lebensfreude, Gemeinschaftsinn und Verantwortung zu bringen.

Das Gebetshaus steht grundsätzlich allen Gläubigen, den Jungen und Alten, zur Verfügung. Das bedeutet, jede Frau und jeder Mann, welcher in der Gemeinde Ombujomumbonde oder in den benachbarten Dörfern wohnhaft ist, kann in diesem Haus beten oder einen Pastor treffen.

Der Bau dieses Hauses ist das erste seiner Art in Namibia, in dem Menschen aus verschiedenen Konfessionen zusammen kommen. Es dient auch als Symbol der Einheit im religösen und kommunalen Bereich. Das Haus bietet Platz für mindestens 100 Personen. Die Kosten betrugen ca. 19.000 €, davon konnten wir 7.000 € aus Spendengeldern übernehmen, die extra für diesen Zweck zur Verfügung gestellten wurden.

 
Die Hauptverantwortlichen des Projekts: Gertrud Schmotz, Festus Tijkuua, Erika von Wietersheim, Erich Hertel (ev. Bischof Namibia) (von links nach rechts).

Am 3. Oktober, bei der festlichen Einweihung, kamen die Männer und Frauen der umliegenden Communities in ihren schönsten Kleidern sowie Pastoren verschiedener Konfessionen und Kirchen, Headmen, Kinder und Jugendliche zusammen. Auch Gertrud Schmotz und Erika von Wietersheim waren anwesend und wurden mit großer Freundlichkeit und Herzlichkeit begrüßt. Plaketten neben dem Eingang erinnern an  den Beitrag der BRD zu diesem Projekt, an das Engagement der DELK in Namibia und an die großzügigen Spender in Deutschland.

 

Es herrschte eine Atmosphäre der Freundschaft und Gemeinsamkeit und es gab weder versteckte Kritik noch unterschwellige Feindschaft. Gertrud Schmotz zündete während der Feier zwei Kerzen an, eine für Namibia und eine für Deutschland, und zitierte, indem sie die Kerzen nebeneinanderstellte, Hermann Hesse: „Wo befreundete Wege zusammen laufen, da wird die Welt, ein paar Stunden lang, zu einer gemeinsamen Heimat.“ - Ein kleines, aber gemeinschaftlich erbautes Haus setzt ein Zeichen der Hoffnung für ein Leben in Gemeinsamkeit für Menschen verschiedener Konfessionen, Interessen und Bedürfnisse und für die Freundschaft zwischen Herero und Deutschen in Namibia und Deutschland.

 

Wir danken folgenden Personen für ihre Gebetshaus-Spenden:

Gabi Adamietz (Augsburg), Werner Appelt (kath. Priester aus Augsburg), Siegfried Fackler (kath. Priester aus Starnberg), Irmgard Fröhlich (Friedrichshafen), Thomas Greck (Dillingen), Christa Just (Weilheim/Teck), KDFB Kath. Deutscher Frauenbund - Landesverband München, Dr. Michael Mayer (kath. Priester aus Augsburg), Wolfgang Schäfer (Konstanz), Deutsche Botschaft in Namibia

Die mittellose Gemeinde möchte nun aus eigener Kraft einen Kindergarten bauen. 30 Kinder sind angemeldet, 65 stehen auf der Warteliste. Federführend ist Festus Tijkuua ein hererocheef. Über Jahre hinweg wurde er mir ein vertrauenswürdiger, geschätzter Partner. Ich stellte ihm im Oktober in Aussicht, Ende 2016, wenn wir die restlichen Spenden an die Projekte verteilen werden, den benötigten Kindergarten mit einem hilfreichen Startgeld zu fördern. Er ist schon jetzt  mit seiner Gemeinde überglücklich, wenn es gelingt den bedürftigen Kindern seiner Gemeinde  auch Bildungschancen und damit eine Zukunft zu ermöglichen.

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