Namibia-Waisenkinder
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Strick- und Häkelprojekt in Okakarara

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“ (Erich Kästner)

 

Eine Freundin von Gertrud Schmotz aus Ingolstadt, Christel Schoen, machte sich im August 2017 mit ihrem Mann Stephan auf die weite Reise nach Namibia. Sie hatte eine tolle Idee, die sie in die Tat umsetzte. Bei ihren Vorbereitungen sammelte sie schon Wochen vor dem Abflug nach Windhoek bei KDFB Frauengruppen Wolle und Garn mit viel Erfolg. Sage und schreibe kamen 100 kg Baumwolle zusammen!

Im Projekt Steps for Children in Oakakarara wurden sie herzlich von den Kindern und den beschäftigten Frauen aufgenommen. Hererofrauen sind im Nähen professionell, aber wie wird ihre Idee vom häkeln und stricken angenommen?

 

Die Idee kam sehr gut an, die Kinder und Frauen war sehr begeistert.

 

Christel berichtet: Vormittags im täglichen Wechsel kamen die beiden Kindergarten- und Vorschulgruppen zu mir. Ihre Erzieherinnen übersetzten für die kleinen Kinder, meine Anleitungen vom Englischen in die Hererosprache. Die farbenprächtige Wolle faszinierte Klein und Groß. Wir haben gekordelt, mit den Fingern Luftmaschenketten gehäkelt, mit den Häkelnadeln und den Knüpfsternen gearbeitet. Voll Stolz präsentierten die Kinder ihre selbstgemachten Halsketten und Armbänder. Höhepunkt war in der letzten Woche meines Aufenthaltes das Herstellen von Woll-Bommeln. Jeder Gruppenraum ziert jetzt als Gemeinschaftswerk ein großes buntes Bommel-Mobile.

Die großen Schulkinder kamen nachmittags zu mir in den Werkraum, nachdem sie ihre Hausaufgaben erledigt hatten. Jungen und Mädchen waren mit großer Begeisterung und Wissbegierde dabei. Häkeln von Teddys beschleunigte ihre Fertigkeiten. Sie entwickelten eine unglaubliche Kreativität. Das Ferienangebot nutzten Jung und Alt jeden Vor- und Nachmittag, um mit meiner Unterstützung ihren Teddy, Tischset, oder Umhängetasche fertigzustellen.

Mein Häkel- und Strickprojekt sprach sich schnell im Ort herum und so nutzten auch andere Kinder und Frauen das Ferienangebot. Ebenso kamen in dieser arbeitsfreien Ferienzeit die Mitarbeiterinnen, um Häkeln und Stricken für sich zu entdecken. Nach einer kurzen Trainingsphase machten auch sie sich mit großem Eifer ans Häkeln von Tischsets, Teddys oder Stricken eines Schals sogar eines einfachen Ponchos.

Derweil kam mein Mann mit seinen handwerklichen Fähigkeiten voll in Einsatz. Er hatte seinen Jahresurlaub auf sechs Wochen verlängern können und übernahm kleinere Wartunsgaufgaben. Nach dem sechswöchigen Einsatz gab es kein Regal, keine Schranktür, keinen Duschkopf, kein Spielgerät, keinen Geländeteil, den er nicht in seiner Hand gehabt, gereinigt, neu zusammengesetzt, stabilisiert, repariert, Bäume beschnitten usw. Ich konnte ebenso auf seine Unterstützung zählen.

Es waren für meinen Mann und mich sehr intensive Wochen, mit herzlichen, bereichernden Begegnungen. Wir feuen uns die Arbeit von Steps for Children tatkräftig unterstützt zu haben.

Beim Abschiednehmen wurden wir gefragt: „Wann kommt ihr denn wieder? Unsere Antwort: „As soon, as possible!“

Gertrud Schmotz bedankt sich bei Christel und Stephan mit einem herzlichen Vergelt's Gott!

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