Namibia-Waisenkinder
Namibia-Waisenkinder

Die Waisenkinder Projekte werden zum Jahreswechsel 2016/17 beendet.

Liebe Namibia FreundeInnen,

 

nach 14 Jahren persönlichem Engagement in  Namibia für Waisen und  für andere bedürftige Kinder möchte ich Euch/Sie informieren, dass ich unser Hilfsprojekt zum Jahreswechsel 2016/17 beenden werde. Es ist für mich nun der richtige Zeitpunkt, die Verantwortung an die Menschen vor Ort zu übergeben. In diesem Brief gebe ich einen kurzen Rückblick, was wir zusammen in den letzten Jahren erreichen konnten und welche Eindrücke ich bei meinem Besuch in diesem Herbst gesammelt habe. Natürlich gibt es auch Informationen, wie wir das Projekt konkret beenden werden, was dies für die Dauerspender bedeutet und wie es in Namibia weitergehen wird.

 

14 Jahre Namibiahilfe – Wo und wie wir aktiv waren

Im Jahr 2003 startete mein Mann Jürgen und ich unsere Projektarbeit für Waisenkinder und andere gefährdete Kinder in Namibia. Jetzt nach 14 Jahren ist es für mich immer noch ein Wunder, was wir mit Euren/Ihren großzügigen Spenden erreichen konnten: In den ersten zwei Jahren gingen bereits viele Spenden ein, die für zwei Waisenhäuser in Omaruru und für den Bau einer sanitären Einrichtung mit drei Toiletten und einer Dusche - im Township in Grootfontein sinnvoll verwendet wurden.

Danach war das Städtchen Okakarara Schwerpunkt unserer Arbeit. Zusammen mit unserem Partner Dr. Michael Hoppe aus Hamburg konnten wir im Projekt Steps for Children mehrere Kindergarten-gruppen, Schülerbetreuungen, Essensversorgung, Nähstube und landwirtschaftliche Produktion aufbauen. In den letzten Jahren kam die Unterstützung von Kindereinrichtungen im Township Katutura in Windhoek dazu.

Was 2016 dank Euren/Ihren Spenden erreicht werden konnte

Im Herbst besuchte ich die geförderten Projekte persönlich. steps for children im Waterberggebiet in Okakarara entwickelt sich mehr und mehr zu einem Selbsthilfeprojekt. Dort werden täglich über 100 Kinder betreut, verköstigt und geschult.  15 angestellte Frauen, die zuvor arbeitslos waren, fanden einen Arbeitsplatz. Es bestehen gute Chancen dass die Regierung unter dem neuen Staatspräsidenten Hage Geingob sich in naher Zukunft an der Finanzierung beteiligt. Das Projekt wird auch von unserem Hamburger Kooperationspartner weiter betreut.  Im Vertrauen, dass „ steps“ gut auf eigenen Beinen stehen wird, überlasse ich mein „ Lieblingsprojekt“ dem selbständig Werden.

Ihre / Eure großzügigen Spenden ermöglichten weitere bedürftige Kindereinrichtungen zu unterstützen. Im Township Katutura in Windhoek, wo ca. 150 000 Schwarzafrikaner in Blechhütten leben, sind es 3 Projekte, welche durch unsere Unterstützungen ausreichend zu Essen und entsprechende Bildungsförderungen  erhalten. Seit Anfang 2016 konnten wir im Süden des Landes in Keetmanshoop einem Selbsthilfeprojekt der verarmten Volksgruppe der Namas mit einem Kühlschrank und Lebensmitteln, einer Nähmaschine, und dem Bau eines Speiseraumes aus festem Wellblech für die Schulkinder, helfen.

Nicht zuletzt möchte ich das ökumenische Gebetshaus erwähnen, das aus Mitteln  von einzelnen Spendern gesponsert wurde. Es steht wie steps for children im Hereroland. Die mittellose Gemeinde möchte nun aus eigener Kraft einen Kindergarten bauen. 30 Kinder sind angemeldet, 65 stehen auf der Warteliste. Federführend ist Festus Tijkuua ein hererocheef. Über Jahre hinweg wurde er mir ein vertrauenswürdiger, geschätzter Partner. Ich stellte ihm im Oktober in Aussicht, Ende 2016, wenn wir die restlichen Spenden an die Projekte verteilen werden, den benötigten Kindergarten mit einem hilfreichen Startgeld zu fördern. Er ist schon jetzt  mit seiner Gemeinde überglücklich, wenn es gelingt den bedürftigen Kindern seiner Gemeinde  auch Bildungschancen und damit eine Zukunft zu ermöglichen.

 

Herzlichen Dank an alle UnterstützerInnen

Mein erster Dank gilt Euch/Ihnen als Spender für die bedürftigen Kinder in Namibia. Nur dank Ihrer großzügigen Hilfe konnten wir die zahlreichen Unterstützungsangebote aufbauen und nachhaltige Strukturen sichern. Allen, die einmalig oder eine längere Zeit für Waisen- und andere bedürftige Kinder in Namibia gespendet haben, sei an dieser Stelle ausdrücklich ein Vergelts Gott gesagt. Wir können alle miteinander stolz sein, was gemeinsam gelingen konnte.

An dieser Stelle sei mir erlaubt an meinen Mann Jürgen, der vor 14 Jahren die Idee hatte mit mir nach Namibia aufzubrechen, zu erinnern. Ich verdanke ihm und Ihnen allen durch ihre großherzigen Unterstützungen einen spannenden, bereichernden, wenn manchmal auch mit schwierigen Herausforderungen verbundenen Lebensabschnitt.

Danken möchte ich dem Freundeskreis Namibiahilfe,  Helmut Gassner, Resi Lentz, Ulrike Busolt- Kleemann, Prof. Dr. Bertram Schulin  und Wolfgang Wurch, der uns jahrelang mit Rat und Tat zur Seite stand. Besonderer Dank  auch an Karl Heinz Schmidt und seiner Gattin Luise und Frau Helga Streit, Sekretärin im Pfarrbüro, für die verantwortungsvolle Führung der Buchhaltung und Bankgeschäfte. Und ohne Dekan Karl Mair in Augsburg und dem Missionskreis St. Konrad, als verantwortlicher Träger, wäre das alles nicht möglich geworden. Vergelts Gott!

 

Wichtige Info für  Dauerspender

Ab 1. Januar 2017 werden wir keine Spenden mehr für Namibia annehmen können. Bitte kündigen Sie Ihre Daueraufträge. Die bestehenden Einzugsermächtigungen werden von uns zurückgenommen. Alle noch bis Jahresende eingehenden Spenden werden an unsere Projekte in Namibia fließen. Natürlich erhalten Sie für Ihre Spende in 2016 noch eine entsprechende Spendenquittung

 

Wie geht es weiter

Jürgen und mir war es immer wichtig, die Strukturen vor Ort so aufzubauen, dass sie selbstständig und selbstverantwortlich weiterlaufen können. Bei den meisten Vorhaben ist uns dies gelungen und ich bin mir sicher, dass vieles was wir angestoßen haben auch in Zukunft wirken wird. Privat werde ich die guten Kontakte weiterhin aufrechterhalten.

Falls Sie weiter für  Namibia spenden möchten, dann informieren sie sich über das bedürftige Projekt in Windhoek – Katutura, die Initiatoren lernte ich vor kurzem kennen. - Wadadeecares.com

 

Mit den Besten Wünschen für dich/ Sie/ Euch grüße ich herzlich. Mögen es stressfreie  Adventszeiten und gesegnete Feiertage werden.

Mit dem Dank für  Ihre Spenden-Treue verbleibe ich    

Gertrud Schmotz

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Namibiahilfe